Fruchtbarkeitsbehandlung außerhalb Deutschlands: Die soziale Kühltruhe


In-vitro-Fertilisation (IVF) unterm Mikroskop.Foto: imago/epd

Im Ausland sind Fruchtbarkeitsbehandlungen bereits Firmenstrategie: Man übernimmt die hohen Kosten fürs Einfrieren von Eizellen, um Personal zu werben.

Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

Als die Internetriesen Apple und Facebook vor fünf Jahren öffentlich machten, dass sie die Kosten des sogenannten „Social Freezing“ für ihre Angestellten übernehmen wollten – also das Einfrieren von Eizellen, damit Frauen ihren Kinderwunsch auch nach dem 40. Lebensjahr noch erfüllen können –, folgte ein weltweites Echo.

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Inzwischen, so ist im aktuellen „Economist“ zu lesen, hat das Beispiel Schule gemacht. Kürzlich entschied auch die Kaffeekette Starbucks, allen Frauen und Männern Fruchtbarkeitsbehandlungen zu bezahlen, die mindestens 20 Stunden pro Woche an ihren Kaffeetheken arbeiten. Von vier großen US-Konzernen bezahle mindestens einer solche Behandlungen, schreibt der „Economist“ – einige hätten damit auch die Negativschlagzeilen wegen sexueller Belästigung ausbalancieren wollen. Das Geld fließt wohl auch, weil in den USA Mutterschutz, Erziehungszeiten und finanzielle Hilfen per Gesetz auf niedrigstem Niveau sind. Zudem bietet das Silicon Valley, für weibliche Techies ohnehin quasi Sperrgebiet, kaum familienfreundliche Arbeitsplätze.

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