Nordische Nachbarn streiten sich über den Umgang mit Rechtsextremismus


Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg ruft Schweden dazu auf, die Bekämpfung des Rechtsextremismus zwischen Stockholm und Oslo besser zu koordinieren. (Bild: Trond Reidar Teigen / NTB / Reuters)

Mehr internationale Koordination bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Neonaziszene in Nordeuropa ist sinnvoll. Warum denn fühlt sich Schweden durch diesen norwegischen Vorstoss auf die Füsse getreten?

Rudolf Hermann | Neue Zürcher Zeitung

Mit einem Aufruf an Schweden, die Bekämpfung des Rechtsextremismus zwischen Stockholm und Oslo besser zu koordinieren, hat die konservative norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg beim Nachbarn in ein Wespennest gestochen. Solberg machte ihre Äusserung im Zusammenhang mit dem Angriff eines 21-jährigen Norwegers auf eine Osloer Moschee vom vergangenen Wochenende.

Was in Schweden sauer aufstiess, war dabei nicht das Ansinnen an sich, sondern seine Begründung. Solberg sagte nämlich, in Schweden gebe es bekanntermassen eine grössere und enger organisierte Rechtsextremistenszene als in Norwegen und diese habe wiederholt versucht, mit Aktionen in südnorwegischen Städten Fuss zu fassen.

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