Warum wir es heute mit Kojoten und nicht mit Säbelzahntigern zu tun haben


Jagdszenen in La Brea: Im Vordergrund haben zwei Säbelzahnkatzen einen Tapir erbeutet, im Hintergrund hetzen großgewachsene Wölfe der Spezies Canis dirus eine Herde Bisons. Dazwischen, ganz klein und unauffällig, spitzt ein Kojote auf die Chance, dass dabei auch etwas für ihn abfällt.Illustration: Mauricio Antón

US-Forscherin untersuchte die heute unvorstellbare Fülle an Raubtieren im eiszeitlichen Nordamerika

DERSTANDARD

Unmengen von Zähnen hat die Paläontologin Larisa DeSantis von der Vanderbilt University in Nashville analysiert, um die Antwort auf eine Frage der jüngeren Evolutionsgeschichte zu finden: nämlich warum man es heute in Nordamerika „mit Kojoten zu tun hat, die sich über Mülltonnen hermachen, und nicht mit Säbelzahnkatzen, die uns die Arme ausreißen“, wie es ihre Universität formuliert.

Versunkene Naturgeschichte

Die buchstäbliche Fundgrube für ihre Untersuchung waren die legendären La Brea Tar Pits, eine der wichtigsten Fossilienlagerstätten, die man je entdeckt hat. Heute mitten im Ballungsgebiet von Los Angeles gelegen, handelt es sich dabei um Gruben voller natürlichem Asphalt, die für unzählige Tiere zur tödlichen Falle wurden.

Millionen von Fossilien wurden dort seit den 1910er Jahren ausgegraben, darunter die von 60 Säugetierarten: Räuber wie Wölfe, Säbelzahnkatzen oder der gewaltige Kurznasenbär ebenso wie Mammuts, Bisons, Kamele oder ein Riesenfaultier – und natürlich jede Menge kleinere Arten. Die Asphaltgruben haben praktisch ein ganzes Ökosystem konserviert und geben Forschern damit einen Einblick in die Zeit vor 50.000 bis 10.000 Jahren.

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Vanderbilt University