„Wir müssen lauter werden“


Armin Navabi, Gründer von „Atheist Republic“, erläuterte dem Düsseldorfer Publikum, wie man den Islam bekämpft, ohne Muslime zu bekämpfen. Bild: Ricarda Hinz

Wenn wir das politische Spiel nicht mitspielen, verlieren wir – das ist die klare Botschaft von Armin Navabi, Gründer von „Atheist Republic“, bei seinem Vortrag in Düsseldorf. Er appellierte an Atheisten, sich füreinander zu engagieren, so wie es religiöse Gemeinschaften sehr erfolgreich tun. Andernfalls werde sich an der kritischen Lage der Ungläubigen in der Welt nichts ändern. Im Zuge dessen sprach der hpd mit ihm.

hpd.de

Armin Navabi ist ein Promi in der internationalen Atheisten-Szene. Er ist der Gründer von „Atheist Republic“, einer Organisation, die Ungläubige weltweit vernetzen und unterstützen will. 2011 ging die Facebook-Seite online, heute haben sie 2,3 Millionen Menschen mit „Gefällt mir“ markiert. Die Online-Community hat 1,7 Millionen Mitglieder, kann man auf der Website nachlesen. Dort gibt es unter anderem eine Sammlung atheistischer Blogs, einen Podcast, dem Besucher der Seite ihre selbst aufgenommenen Ansichten und Botschaften zur Verfügung stellen können und eine Galerie von Menschen, die sich selbst mit Schildern oder T-Shirts des Netzwerks ablichten.

Ein besonders Berühmtes ist das Bild von Rana Ahmad, die einen „Atheist Republic“-Zettel mit der Kaaba im Hintergrund fotografierte. So wurde die Online-Community auf sie aufmerksam und half ihr über eine Fundraising-Kampagne schließlich auch bei ihrer Flucht. Aber nicht nur das: Ranas Geschichte habe ihn inspiriert, nicht nur atheistische Inhalte zu verbreiten, sondern sich auch politisch zu engagieren und „Atheist Republic“ zu einer Hilfsorganisation zu machen, sagte Armin Navabi dem hpd: „Als ich dieses Foto gesehen habe, konnte ich es nicht fassen. Das kann man jemandem, der nicht selbst mal Muslim war, überhaupt nicht beschreiben, was das bedeutet. Das ist der heiligste Ort in der islamischen Welt. Was sie getan hat, war unglaublich mutig.“ Heute gebe es Vertretungen seiner Organisation in jeder größeren Stadt der Welt.

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