Bestände um 40 Prozent eingebrochen: Handel mit gefährdeten Giraffen soll eingeschränkt werden


Ein Giraffenweibchen stillt ihr Junges in einem Zoo im australischen Queensland. Die Verschiffung der Tiere an Zoos soll künftig zum Schutz der wildlebenden Populationen eingeschränkt werden. (Bild: Darren England / EPA)

Weil die Jagd und die Zerstörung ihres Lebensraums der Giraffenpopulation in Afrika stark zusetzt, soll die Art besser geschützt werden. Doch in den Ländern im südlichen Afrika regt sich Widerstand.

Neue Zürcher Zeitung

Die durch Jagd und Verlust ihres Lebensraums stark dezimierten Giraffen sollen besser geschützt werden. Der internationale Handel mit Fleisch, Leder und Jagdtrophäen oder die Verschiffung der Tiere an Zoos und Zirkusse soll künftig nur noch möglich sein, wenn das Exportland nachweist, dass die Bestände dadurch nicht weiter gefährdet werden. Das beschlossen Vertreter der 183 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) am Donnerstag in Genf gegen den Protest von Ländern im südlichen Afrika. 106 Länder waren dafür, 21 dagegen. Der Beschluss muss zum Ende der Konferenz kommende Woche im Plenum noch bestätigt werden.

Die Giraffen-Bestände sind nach Schätzungen in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent auf rund 100 000 Tiere eingebrochen. Länder im südlichen Afrika sagen aber, ihre Bestände seien stabil.

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