Islamvertreter gegen Verbot religiöser Symbole vor Gericht


Illustration: Religiöse Symbole vor Gericht
© Domnitsky (shutterstock)

Vertreter des Islam in Niedersachsen kritisieren das geplante Gesetz, das unter anderem Richtern das Tragen von religiösen Symbolen bei Verhandlungen verbieten soll. Die katholische Kirche in Niedersachsen begrüßte dagegen den Gesetzentwurf.

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Es diskriminiere Personen, „die aus religiösen Gründen ein bestimmtes Kleidungsstück wie die Kippa oder das Kopftuch tragen“, sagte der Vorsitzende des Landesverbands der Muslime (Schura), Recep Bilgen, in Hannover. Ihnen werde unterstellt, dass sie in ihrer Amtsausübung nicht neutral agieren könnte. Das aber sei eine nicht belegte Behauptung.

Das geplante Gesetz sei eine Verletzung der Religionsfreiheit und der Freiheit der Berufswahl, so der Schura-Vorsitzende. Ein Verbot bestimmter Kleidungsstücke stelle „ein faktisches Berufsverbot“ in Hinblick auf Bereiche der Justiz dar. Die Landesregierung stoße damit viele Frauen in diesem Berufszweig vor den Kopf, die aus religiöser Überzeugung Kopftuch tragen.

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