Trump über sich selbst: „Ich bin der Auserwählte“


Donald Trump, 45. Präsident der Vereinigten Staaten Bild: EPA

Seit ein paar Stunden ist klar: Donald Trump sieht sich in Handelsfragen auf einer göttlichen Mission.

Christoph Schäfer | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bescheidenheit war noch nie eine Stärke des 45. amerikanischen Präsidenten. Seit ein paar Stunden aber hat die Hybris Donald Trumps eine göttliche Sphäre erreicht: Auf dem Kreuzzug für eine gerechtere Handelswelt hält er sich für den von Gott persönlich auserwählten Präsidenten.

Befragt zum Handelskonflikt mit China sagte Trump am Mittwoch: „Das ist nicht mein Handelskrieg. Das ist ein Handelskrieg, der schon lange von anderen Präsidenten hätte geführt werden müssen. Jemand musste es machen.“ Dann hebt Trump seine Augen zum Himmel, breitet die Arme leicht aus und sagt: „Ich bin der Auserwählte.“ Er lege sich mit China an, weil jemand das machen müsse. „Und wissen Sie was: Wir gewinnen!“

Danach beklagt er (wie immer) das Handelsdefizit seines Landes mit der Europäischen Union und mit China und lässt dabei (wie immer) den Dienstleistungssektor außen vor, der das Handelsdefizit in den materiellen Gütern – ganz je nach Land – erheblich mildert oder sogar ausgleicht.

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