Wie ein neues DNA-Kit Vergewaltigungsopfern hilft


Mit solchen Abstrichbürsten lassen sich DNA-Spuren sammeln, die unter anderem bei der Ermittlung von Straftaten sehr wertvoll sind. (Bild: Thomas Kienzle / AP)

Eine Kriminologie-Professorin hat zusammen mit Genom-Forschern ein DNA-Kit entwickelt, das es vergewaltigten Frauen ermöglicht, auch ohne medizinische Untersuchung Erbgutspuren des Täters als Beweismaterial zu sichern.

Andrea Martel | Neue Zürcher Zeitung

Auf die Idee eines DNA-Spurensicherungs-Kits, das Frauen nach einer Vergewaltigung selbst anwenden können, kam Lisa Smith vor fünf Jahren. Damals nahm die Kriminologie-Professorin, die an der britischen Leicester-Universität forscht und lehrt, an einer internationalen Konferenz in London zum Thema sexuelle Gewalt in Konfliktsituationen teil.

Smith war dort, weil sie wissen wollte, welche Rolle in diesem Zusammenhang der Spurensicherung zugewiesen würde. Zu ihrem grossen Erstaunen war es gar keine – wohl weil angenommen wurde, dass es in einem so prekären Umfeld von Krieg und Gewalt gar nicht möglich sei, DNA-Spuren oder Ähnliches zu sammeln.

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