Naturkatastrophe in der Karibik: Algenberge statt Traumstrände


Strand in Mexiko | Bildquelle: Anne-Katrin Mellmann

Tonnenweise treibt die Sargassum-Alge an die Strände der Karibik. Korallenriffe und Fische sterben. Das Ökosystem wird diese Plage nicht mehr lange aushalten, warnen Forscher.

Anne-Katrin Mellmann | tagesschau.de

Kräftig und heiß weht der Wind an Mexikos Karibikküste. Ganz sanft plätschert die karibische Badewanne. Aber statt türkisblau ist das Meer hier kaffeebraun. Schon seit etwa fünf Jahren spüle es Tonnen der Alge Sargassum an den einst weißen Traumstrand, berichtet der Maya-Nachfahre Pedro Ihuit. Als Kind hat er hier im Sand gespielt. Heute türmen sich die Braunalgen meterhoch und stinken in der Sonne. Ihr Geruch ist gammelig und beißend. Es stinkt nach verwesendem Fisch und Müll.

 „Das Sargassum zerstört alles: den Strand, die Korallenriffe. Fische und Schildkröten sterben. Wenn die Schildkröten hier Nester bauen und ihre Eier ablegen, können die kleinen, frisch geschlüpften Babys das Sargassum nicht überwinden, wenn sie ins Meer laufen wollen. Sie verfangen sich darin und sterben“, erzählt Ihuit.

Sargassum sei eine Katastrophe für die Natur. Mit Sorgenfalten blickt der 50-Jährige auf den mit Algen bedeckten, dunkelbraunen Strand.

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