Die wahren Feinde von Papst Franz


>Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Im Internet ist Papst Franziskus heftiger Kritik ausgesetzt: Er wird als häretisch und ideologiegetrieben beschimpft. Hinter den Hass-Kommentaren stehen eigennützige Interessen, glaubt Gudrun Sailer – und benennt die wahren Feinde des Pontifex.

Gudrun Sailer | katholisch.de

Papst Franziskus hat am Sonntag appelliert, die Urwaldbrände in Amazonien „mit dem Einsatz aller“ bitte bald zu löschen. Aus Brasilien schallte neben Dank auch Wut zurück. Unter der facebook-Meldung unserer brasilianischen Redaktion bei „Vatican News“ beschimpften Leute den Papst als weltlich, häretisch, links und ideologiegetrieben. Das ist inzwischen bei vielen ihrer Meldungen so, sagen die brasilianischen Kollegen. Die englischsprachigen berichten Ähnliches. Und nicht wenige Blogs und andere Interessensgruppen in den sozialen Medien unterfüttern die vernichtenden Kommentare zwar mit besser formulierten, doch ebenso vernichtend gemeinten Texten. Die Abwertung des Papstes spricht aus jeder ihrer Zeilen.

Ich meine, dass man Päpste kritisieren darf, sofern das fair geschieht. Aber warum wirkt die gehässige Kritik am Papst, diesem Papst, so laut? Zum einen hat es, glaube ich, damit zu tun, dass wir an unseren neuen medialen Möglichkeiten noch zu wachsen haben. Zum anderen stehen hinter einer so massiv aufgetürmten Papstkritik nicht immer selbstlose Interessen. Ein kluger, geistlich orientierter Bischof sagte mir unlängst, seiner Einschätzung nach kämen die heftigsten Äußerungen gegen Franziskus aus dem unsichtbaren Dunstkreis der globalen Finanzwelt und der Großkonzerne. Von den Reichen also, nicht von den Frommen. Stichwort Amazonien?

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