Rückholung aus Syrien: Schwieriger Umgang mit IS-Anhängern


Flüchtlingslager Al-Haul in Syrien | Bildquelle: REUTERS

In einem Lager im syrisch-irakischen Grenzgebiet leben Hunderte Deutsche. Dort besteht die Gefahr, dass sie sich weiter radikalisieren, wie Recherchen von report München zeigen.

Ahmet Senyurt | tagesschau.de

Es ist ein Camp so groß wie eine Stadt: Das Flüchtlingslager Al-Haul im syrisch-irakischen Grenzgebiet. Mehr als 72.000 Menschen sind hier untergebracht, unter ihnen zahlreiche IS-Anhänger mit Frauen und Kindern, darunter rund 300 Deutsche. Sie werden von kurdischen Einheiten bewacht. Hier leben Eleonora und Lisa, zwei junge Frauen aus Deutschland. 2015 schlossen sie sich der Terrormiliz IS an, heirateten zwei IS-Anhänger. Ihr persönlicher Traum vom Leben im Kalifat endete im Camp Al-Haul.

Das Leben im Lager sei „die Hölle auf Erden“, sagen Eleonora und Lisa im Interview mit dem ARD-Politikmagazin report München. Wo sich ihre Männer heute aufhalten, ob diese noch leben, sei ihnen unbekannt. „Ich wollte in ein arabisches Land, aber dass das so ausgeht, habe ich nie erwartet“, sagt Eleonora. Nun möchten die beiden Frauen aus Nordrhein-Westfalen und Thüringen so schnell wie möglich zurück – mit staatlicher deutscher Hilfe.

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