Die Wortmeldungen von Benedikt XVI. gefährden die Einheit der Kirche


Eigentlich wollte Benedikt XVI. nach seinem Amtsverzicht ein Leben in Stille und Gebet führen. Doch in der Vergangenheit hat er sich immer wieder öffentlich zu Wort gemeldet. Das ist eine große Gefahr für die Kirche, findet Roland Müller.

Roland Müller | katholisch.de

Er hat es wieder getan: Benedikt XVI. hat sich öffentlich zu Wort gemeldet – wie schon so oft, seit seinem Amtsverzicht im Jahr 2013. Damals hatte er angekündigt, er wolle der Kirche „durch ein Leben im Gebet dienen“. Doch aus der Stille des kleinen Vatikan-Klosters Mater Ecclesiae, in dem der 92-Jährige den Ruhestand verbringt, dringt nun mit fast schon gewohnter Regelmäßigkeit seine Stimme an die Öffentlichkeit. So auch jetzt wieder in Form eines Leserbriefs in der „Herder Korrespondenz“.

Das ist nicht alles: Ebenso regelmäßig empfängt der ehemalige Pontifex eine Vielzahl von Gästen – seien es Mitglieder des Ratzinger-Schülerkreises, Trachtenabordnungen aus der bayerischen Heimat oder Mönche aus dem Stift Heiligenkreuz. Oft posten die Besucher danach in den sozialen Netzwerken Fotos, die sie an der Seite des emeritierten Papstes zeigen. Sie gleichen Fans, die sich mit einem Promi fotografieren lassen und damit seine Bekanntheit fördern.

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