Motive trotz fehlenden Glaubens in der Kirche zu bleiben


Berliner Hedwigs-Kathedrale. Themenbild. Bild: bb

Es geht hier um Menschen, die in der Kirche geblieben sind, obwohl sie eigentlich nicht mehr gläubig sind. Es ist nicht uninteressant, sich zu fragen, warum sie dennoch in der Kirche als Mitglied bleiben.

Uwe Lehnert | Richard-Dawkins-Foundation

Vorweg ein kurzer Blick auf die Verteilung der Weltanschauungen in Deutschland und einige Daten aus Erhebungen zur Lage zum Beispiel der Evangelischen Kirchen in Deutschland.

Wir sehen anhand von Folie 12, dass die Konfessionsfreien mit 38 % inzwischen den größten Block unter den verschiedenen Weltanschauungen darstellen. Die Katholiken stellen 28 %, die Evangelischen 25 %, die konfessionsgebundenen Muslime 5 % und die sonstigen Gemeinschaften zusammen 4 %.

Schaut man sich allerdings die großen Städte an, dann sieht es dort noch deutlich anders aus. So sind in Berlin z.B. nur noch etwa 25 Prozent der Bürger Mitglied in einer der beiden großen Kirchen. Den allergrößten Teil bilden in Berlin die Konfessionsfreien mit derzeit über 60 Prozent. In den neuen Bundesländern liegen die Werte oft bei bis zu 80 Prozent Nichtchristen.

Fasst man die beiden christlichen Religionen zusammen, dann bilden diese dennoch immer noch den größten Block. Aber genau da lohnt es sich, mal genauer hinzuschauen, was Christen wirklich denken.

Das tut die Evangelische Kirche alle 10 Jahre und macht eine sehr gründliche Erhebung zur Lage ihrer Kirche in Deutschland. Die beiden letzten Umfragen fanden 2003 und 2013 statt. Die Ergebnisse werden – Respekt! – mit großer Ehrlichkeit veröffentlicht (siehe Folie 13).

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