Neonicotinoide: Gefahr im Boden


Weibliche Biene der Art Peponapis pruinosa: Diese Insekten bauen ihre Nester im Boden. © University of Guelph

Gefährdete Bodenbewohner: Nicht nur über Nektar und Pollen können sich Bienen mit Neonicotinoiden vergiften. Auch der Kontakt mit kontaminiertem Boden stellt eine Gefahr dar – vor allem für Wildbienen, die ihre Nester im Erdreich bauen. Wie eine Studie aus Kanada nun nahelegt, sind insbesondere die weiblichen Insekten dadurch potenziell tödlichen Dosen von Clothianidin und anderen Neonicotinoiden ausgesetzt. Wie sich dies auf die Populationen auswirkt, ist noch unklar.

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Neonicotinoide schaden nicht nur den Schädlingen, die sie bekämpfen sollen, sondern auch Insekten wie Honigbienen. Denn die Bestäuber kommen über kontaminierten Pollen, Nektar und Honigtau ebenfalls in Kontakt mit den giftigen Insektiziden. Doch das ist nicht die einzige Expositionsquelle. Weil Landwirte häufig Samen mit Neonicotinoiden behandeln oder die Gifte nach der Pflanzung direkt auf den Boden sprühen, kann auch das Erdreich belastet sein.

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