Religionskritik im Comic: Gott vor Gericht


„An popkulturellen Medien lässt sich sehr gut die Stimmung ablesen“ (Reprodukt / Marc-Antoine Mathieu)

Seit es Menschen gibt, denken sie darüber nach, wo sie her kommen und wo sie hingehen. Manche sprechen von Gott – etwa in der Bibel, einem sehr populären Buch. Heute sind Comics populär. Wie wäre Gott heute – im Spiegel des Comics? Und muss er vor Gericht? Und wie fing alles an?

Andrea Heinze | Deutschlandfunk

Am Anfang war der Teig. Oder besser: ein ziemlich missratener Teig, den Gottes Oma da verzapft hat. Denn den hatte sie zwar ganz korrekt nach Brigitte-Rezept angerührt – aber selbst beim Backen ging der Teig nicht auf. Und deshalb blieb das Universum, das eigentlich aus diesem Teig geschaffen werden sollte, erst mal ein klitschiger kleiner Teigklumpen. So beschreibt Aike Arndt die Erschaffung der Welt in seiner Cartoonsammlung „Das Nichts und Gott“.

„Es sind lustige Geschichten, es sind Nonsens-Geschichten – und sie regen vielleicht dazu an, in die Bibel zu schauen. Das ist ja auch manchmal Nonsens. Da erschafft jemand eine Welt aus dem Nichts heraus oder aus dem Tohuwabohu – das kann auch keiner verstehen erst einmal, was das bedeutet. Und hier wird es variiert.“

Jürgen Mohn ist Ordinarius für Religionswissenschaft an der Universität Basel. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten und in Lehrveranstaltungen nimmt er sich auch immer wieder Comics vor, in denen religiöse Themen behandelt werden.

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