Bund Deutscher Kriminalbeamter: Herkunftsnennung hilft nicht weiter


Muslime fühlen sich von Medien nicht repräsentiert © Ed Yourdon @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter ist gegen die Pläne des NRW-Innenministers Reul, wonach die Polizei die Nationalität von Tatverdächtigen immer nennen soll. Reul solle sich eher mit Antipopulismusstrategien auseinandersetzen.

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Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Sebastian Fiedler, hat sich gegen eine grundsätzliche Nennung der Nationalität von Tatverdächtigen ausgesprochen. Die Frage, welchen Pass ein Verdächtiger habe, spiele für das Verständnis eine untergeordnete Rolle, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Viel wichtiger sei es zu erwähnen, um welches Phänomen es sich handele, etwa Clankriminalität oder die Mafia. Viele der Verdächtigen hier hätten zudem die deutsche Staatsbürgerschaft.

Fiedler kritisierte, dass der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) eine Herkunftsnennung fordere, statt andere Maßnahmen gegen „vermeintlich politische Bauernfängerei“ zu ergreifen.

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