Wegen Kirchenasyl: Bundesarbeitsgemeinschaft kritisiert Seehofer


Seit einem Jahr gelten in Deutschland strengere Regeln für das Kirchenasyl. Seitdem würden fast keine Härtefälle von Flüchtlingen mehr anerkannt werden, kritisieren Asylorganisationen nun in einem offenen Brief an Innenminister Seehofer.

katholisch.de

Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in einem offenen Brief aufgefordert, die humanitäre Praxis des Kirchenasyls zu respektieren. Er solle zu einer lösungsorientierten Haltung zurückzukehren, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören auch der „Jesuiten-Flüchtlingsdienst“, „Pro Asyl“ und die „Initiative Kirche von unten“.

Seit August 2018 wurden die Regelungen für das Kirchenasyl verschärft. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gehört zum Geschäftsbereich des von Seehofer geführten Innenministeriums. Nach Angaben der Asylverbände war die Folge der Änderungen, dass fast keine Härtefälle mehr anerkannt würden.

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