Hitze-Sommer: Dürre hält bereits über ein Jahr an


Bild (1926): Georg Pahl / Bundesarchiv, 102-08112 / CC-BY-SA-3.0

Der Klimawandel schreitet munter voran. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am heutigen Freitag eine vorläufige Auswertung des zu Ende gehenden Sommers veröffentlicht. Für die Meteorologen besteht dieser aus den Monaten Juni bis August.

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Demnach war der Sommer 2019 mit durchschnittlichen Temperaturen von 19,2 Grad Celsius der drittwärmste Sommer seit Beginn regelmäßiger und flächendeckender Messungen 1881. Der wärmste Sommer wurde 2003 registriert, als in Westeuropa bis zu 70.000 Menschen an den Folgen extremer Hitze starben. (Hier ein Link zu einer entsprechenden Studie über die Zahl der damaligen Todesopfer.) In Deutschland lagen die Temperaturen seinerzeit bei durchschnittlich 19,7 Grad Celsius. Der zweitheißeste Sommer war mit 19,3 Grad Celsius 2018.

Hohe Temperaturen bedeuten zugleich verstärkte Verdunstung. Es müsste also mehr regnen, um nicht ein Defizit entstehen zu lassen. Doch genau das ist nach DWD-Angaben passiert. Die seit dem Sommer 2018 anhaltende Dürre hat sich, wie vom DWD schon im Frühjahr befürchtet, in vielen Teilen des Landes weiter verschärft.

Im landesweiten Durchschnitt lagen die Niederschläge 27 Prozent unter dem sonst üblichen. In einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen bis ins südliche Brandenburg fiel sogar bloß ein Drittel des Solls.

Besonders bemerkenswert war eine extreme Hitzewelle im letzten Juli-Drittel. Vom 24. bis zum 26. Juli wurden täglich an einigen Stationen im Land Temperaturen über 40 Grad Celsius gemessen.

Der bisherige Hitzerekord war 2015 in Kitzingen bei Würzburg mit 40,3 Grad Celsius aufgestellt worden. Dieser Wert wurde im Sommer 2019 gleich 14mal überboten. Am weitesten in Lingen im Emsland, wo das Thermometer auf 42,6 Grad Celsius kletterte.

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