Die digitale Offensive der CSU minderbemittelt, provinziell


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Nachdem die Union vor Kurzem von einem YouTuber verbal verdroschen worden ist, präsentiert die CSU nun ihren eigenen Internetstar. Armin Petschner ist leider ein bisschen zu junggeblieben, dafür wenig originell. Was soll diese missglückte Rezo-Kopie?

Johannes Boie | WELT

Vor ein paar Wochen wirbelte ein YouTuber – das ist ein Mensch, der davon lebt, Videos auf der gleichnamigen Plattform zu veröffentlichen – die CDU durcheinander. Ein Video von Rezo, in dem er die CDU angriff, wurde von vielen jungen Menschen gesehen. Die Konservativen fürchteten, weitere Wähler vor allem in jüngeren Zielgruppen zu verlieren.

Jetzt präsentiert die CSU ihren eigenen Rezo: Der 30-jährige Social-Media-Chef der CSU-Landesgruppe, Armin Petschner, soll künftig mit Videos der jungen Wählerschaft nahebringen, warum die CSU auch dann wählbar sein soll, wenn man mehr zur Laptop- als zur Lederhosen-Fraktion gehört. Das neue Format ist Teil der „digitalen Offensive“, die Parteichef Söder im Juni in WELT AM SONNTAG ankündigte. Söders Idee ist sinnvoll. Aber die Resonanz auf das erste Video ist im Netz eher bescheiden. Und das ist nachvollziehbar.

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