Hitzewellen in den Ozeanen


Bild: 4ever.eu

Nicht nur wir Menschen leiden unter der sommerlichen Hitze: Es gibt auch Hitzewellen in den Ozeanen – über die man allerdings noch nicht allzu viel weiß.

Martin Kugler | Die Presse

Der heurige Sommer ist um 2,7 Grad zu warm: Laut Hoher Warte (ZAMG) erleben wir – gerade noch – den zweitheißesten Sommer der Messgeschichte, nur wenig unter dem Rekordjahr 2003 mit 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel. Damit ging einher, dass die Zahl der Hitzetage (mit mindestens 30 Grad) um das Zwei- bis Dreifache über einem durchschnittlichen Sommer lag. Alle Klimamodelle stimmen überein, dass uns solche Hitzewellen in Zukunft noch viel stärker peinigen werden.

Es mag überraschen, dass dieselbe Aussage nicht nur für Mitteleuropa und andere bewohnte Teile der Welt gilt, sondern auch für die Meere: Denn auch in den Ozeanen kommt es immer öfter zu Hitzewellen. Dabei ist die Wassertemperatur an der Oberfläche regional für eine Woche bis mehrere Monate erhöht – typischerweise um vier bis sieben Grad. Für die Meeresflora und -fauna hat das ernste Konsequenzen: Korallen beispielsweise beginnen schon bei einem Temperaturanstieg um ein Grad zu erbleichen.

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