Idlib: Die Wut der Dschihad-Milizen auf die Türkei


Prostierende auf dem Weg zum Grenzübergang al-Bab. Screenshot Video/Twitter

Erdogan wird „Verrat“ vorgeworfen, am syrisch-türkischen Grenzübergang al-Bab kam es zu Protesten

Thomas Pany | TELEPOLIS

Seit heute Morgen, 6 Uhr Ortszeit, soll im syrischen Idlib ein Waffenstillstand gelten. Das „russische Zentrum für die Versöhnung der Kriegsparteien in Syrien“ hatte ihn gestern einseitig verkündet, mit dem Appell an Milizenführer, „dass sie ihre Provokationen unterlassen und sich dem Prozess einer friedlichen Regelung in den Zonen, die sie kontrollieren, anschließen“. Die syrische Nachrichtenagentur Sana bestätigte am Samstagmorgen, dass sich die syrische Armee der Vereinbarung anschließen würde, abhängig von den Aktionen der gegnerischen Seite.

Die Erklärung aus Damaskus erfolgt nach der nächsten Etappe strategisch wichtiger Eroberungen im südlichen Idlib. Nach der Einnahme von Khan Scheichun setzte die syrische Armee ihren Vormarsch fort und brachte das Gebiet um den Ort Al-Tamanah, wichtige Anhöhen, Dörfer sowie den Ort selbst unter ihre Kontrolle. Damit rückt die syrische Armee nach Ansicht von Beobachtern „unaufhaltsam in Richtung Idlib vor“.

Begleitet wurden die Vorstöße der syrischen Armee bei Al-Tamanah von massiven russischen Luftangriffen auf Ziele in Maarat Al-Numan und Umgebung, wie Medien melden, die der Regierung in Damaskus nahestehen.

Maraat al-Numan könnte das nächste Ziel sein, spekulieren Beobachter. Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt, sie liegt an der Magistrale M5 und hat eine Verbindung zur anderen bedeutenden Fernstraße M4. Die Kontrolle über die beiden Schnellstraßen ist für Damaskus essentiell.

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