Deutsche Chemiekonzerne fordern Schutz des Regenwaldes


Helfer versuchen einen Waldbrand in Amazonien zu löschen. Bild: Reuters

Bayer und BASF haben einen Aufruf an den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro unterzeichnet, die illegale Abholzung im Amazonas-Regenwald zu stoppen. Die Initiatoren fürchten nicht nur den Verlust des Waldes.

Jessica von Blazekovic | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Kampf gegen illegale Aktivitäten im Amazonas-Regenwald haben mehr als 200 Agrarunternehmen, Umweltschutzverbände und Wissenschaftler einen dringenden Appell an den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gerichtet. In einem am Montag veröffentlichten Schreiben fordert die Brasilianische Koalition für Klima, Wälder und Landwirtschaft Bolsonaro dazu auf, die „Eskalation der Abholzung“ im brasilianischen Regenwald zu stoppen. Zu den Unterzeichnern gehören einige der größten Agrar- und Konsumgüterunternehmen der Welt, darunter neben Unilever und Danone die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF. Auch der WWF Brasilien hat sich der Aufforderung zum Schutz des Regenwaldes angeschlossen.

Seit Wochen brennen in Amazonien riesige Waldflächen, allein im August machte das brasilianische Raumforschungsinstitut mit Hilfe von Satellitenbildern mehr als 20.000 Brände aus. Zwar sind Waldbrände während der Trockenzeit in der Region keine Seltenheit. Doch ist in diesem Jahr ein drastischer Anstieg zu beobachten, von einer Zunahme von 83 Prozent ist die Rede. Bis zum Ende der Trockenzeit im Oktober dürfte Brasilien deutlich mehr Regenwald verlieren als in den vergangenen Jahren.

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