Beeinflusst Testosteron die Empathie?


Beeinflusst das Hormon Testosteron, wie gut wir uns in andere hineinversetzen können? © Antonio Guillem/ istock

Angebliche Nebenwirkung: Das Hormon Testosteron steht im Verdacht, die Fähigkeit zur Empathie zu beeinflussen. In einer aktuellen Untersuchung mit männlichen Probanden konnten Forscher allerdings keine Hinweise auf einen solchen Zusammenhang finden. Der Hormonspiegel wirkte sich demnach nicht spürbar auf das Abschneiden in Empathietests aus. Damit seien auch Theorien zum Einfluss von Testosteron auf Störungen wie Autismus weiterhin fragwürdig, wie das Team betont.

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Das Hormon Testosteron beeinflusst wesentlich mehr als nur das Geschlecht und die Sexualität eines Menschen. So deuten Untersuchungen darauf hin, dass sich der Botenstoff unter anderem auch auf den Bewegungsdrang, das Konsumverhalten und sogar das Talent für Mathe auswirken kann. Außerdem soll das männliche Geschlechtshormon eine wesentliche Rolle für die Empathie spielen. Ein hoher Testosteronspiegel vermindert demnach angeblich die Fähigkeit, die Gedanken und Emotionen von Mitmenschen zu verstehen und sich gleichsam in sie hineinzuversetzen.

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