Glockenspiel der Garnisonkirche wird abgeschaltet


Ab dem Wochenende bleibt das Glockenspiel stumm.Foto: Andreas Klaer

Seit 28 Jahren steht das Geläut der Garnisonkirche auf der Plantage. Wegen umstrittener Inschriften bleibt es künftig stumm – womöglich für immer

Peer Straube | Potsdamer Neueste Nachrichten

Im Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche kommen die Initiatoren den Kritikern ein Stück entgegen. Zum Wochenende soll das wegen seiner Inschriften umstrittene Glockenspiel auf der Plantage abgeschaltet werden. Darauf habe sich man sich in Absprache mit der Garnisonkirchen-Fördergesellschaft verständigt, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Mittwochabend im Hauptausschuss. Die Widmungen wolle man sich nun „im Detail ansehen“ und wissenschaftlich untersuchen, so Schubert. Das Ergebnis soll dann öffentlich diskutiert werden. Mindestens bis dahin bleibe das Geläut abgeschaltet.

Kritiker sprechen von „rechtsradikalen Widmungen“

Dass es überhaupt jemals wieder erklingt, ist indes wenig wahrscheinlich. Auf den wohl problematischen Inhalt der Inschriften auf dem Glockenspiel hatten erst kürzlich rund 100 teils namhafte Künstler, Wissenschaftler und Architekten in einem offenen Brief hingewiesen. Auf dem Geläut finde sich eine „Reihe revisionistischer, rechtsradikaler und militaristischer Widmungen“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) gerichtet ist.

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