Kirche und AfD: Ist die Zeit der Dialogverweigerung vorbei?


Mit den Wahlen in Sachsen und Brandenburg ist die AfD jetzt in allen deutschen Länderparlamenten vertreten. Damit sitzen ihre Abgeordneten in vielen Gremien Kirchenvertretern gegenüber. Joachim Valentin fragt sich, wie dieser Dialog aussehen kann.

Joachim Valentin | katholisch.de

In Brandenburg und Sachsen sind für viele Beobachter die Wahlen am vergangenen Sonntag „noch einmal gut ausgegangen“. Und tatsächlich hat die gerade in diesen Bundesländern und in Thüringen, wo am 27.10. gewählt wird, besonders triumphal und „systemkritisch“, bisweilen rechtsradikal auftretende Partei nirgends eine Mehrzahl der Stimmen errungen. Eine Regierungsbildung ohne AfD wird so zwar überall schwierig, liegt aber nirgendwo als stärkste Fraktion in deren Hand. Gleichwohl stellen viele Beobachter die Frage nach den Schlussfolgerungen, die von dieser Wahl ausgehen.

Auch die Kirchen waren in den letzten Jahren gezwungen, sich zumindest insofern parteipolitisch zu positionieren, als der evangelische Kirchentag einen öffentlichen Dialog mit dieser Partei in Dortmund 2019 ganz aussetzte, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, nach einer ähnlichen Entscheidung beim Katholikentag in Leipzig 2016 in Münster 2018 aber AfD-Vertreter auf einzelnen Podien zuließ.

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