Resistenzen: Verbreitung auch ohne Antibiotika

Salmonellen und viele andere Erreger sind zunehmend resistent gegen Antibiotika. © ETH Zürich/ Stefan Fattinger

Gefährliche Immunität: Antibiotika-Resistenzen verbreiten sich offenbar nicht nur dort, wo diese Mittel eingesetzt werden. Denn unter bestimmten Bedingungen geben Bakterien ihre Resistenzgene auch in Abwesenheit dieser Medikamente weiter, wie Forscher herausgefunden haben. Die Übertragung erfolgt dabei sowohl an Artgenossen als auch an Erreger anderer Arten. Damit ist dem Team zufolge klar: Mit der Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes allein lässt sich das weltweite Resistenzproblem nicht lösen.

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Antibiotika-Resistenzen sind längst ein weltweites Problem. Viele Bakterien, darunter der berüchtigte Krankenhauskeim MRSA sind inzwischen gegen gleich mehrere Wirkstoffklassen immun. Haben sie einmal eine Resistenz entwickelt, können die Erreger diese nicht nur an ihre eigenen Nachkommen weitergeben. Sie tauschen die entsprechenden Gene auch mit anderen Stämmen und Arten aus. Dies funktioniert unter anderem, indem Mikroben bakterielle Erbguteinheiten aufnehmen – zum Beispiel in Form sogenannter Plasmide.

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Antisemitismusforscher: Hassrede führt zu terroristischer Gewalt

Hassrede im Internet führt nach Auffassung des Sprachforschers Matthias J. Becker zu terroristischer Gewalt. Es gebe eine Wechselwirkung zwischen der digitalen und analogen Welt, sagte der Antisemitismusforscher zum Abschluss des dreitägigen Kongresses „Antisemitismus-Studien und ihre pädagogischen Konsequenzen“ am Freitag in Frankfurt am Main.

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Auf US-amerikanischen Plattformen wie „4chan“, „8chan“, „gab“ oder der Incel-Bewegung versammelten und verstärkten sich rechtsextremistische, rassistische und sexistische Äußerungen. Die Teilnehmer radikalisierten sich gegenseitig. Der Forscher an der Sheffield Hallam University und der Universität Haifa führte als Beispiele die rechtsextremistischen Attentäter von Pittsburgh, Christchurch und El Paso an, die vor ihren Massakern auf solchen Plattformen aktiv waren.

In den Jahren von 2016 bis 2018 habe sich Hassrede auf US-amerikanischen Plattformen verdoppelt, sagte Becker. Das Netz biete Hetzern Anonymität und die Möglichkeit, dass sich Einzelpersonen miteinander vernetzen und bestärkten.

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Ukraine lässt gegen den Willen des JIT MH17-Zeugen frei

Bild: JIT

Präsident Selenskyi setzt offenbar auf Normalisierung der Beziehung zu Russland zur Beendigung des Kriegs in der Ostukraine und riskiert damit die Unterstützung die Unterstützung des Westens

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wir hatten schon von der Zwickmühle des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymir Seleskyi berichtet (Ukrainischer Präsident zwischen Russland und dem JIT). Kurz vor dem geplanten und von Selenskyi im Wahlkampf versprochenen Gefangenenaustausch hatte Russland plötzlich den vom ukrainische Geheimdienst SBU aus der „Volksrepublik Donetsk“ verschleppten Volodymyr Tsemakh auf die Liste der Auszutauschenden gesetzt und gedroht, den Austausch platzen zu lassen, falls Kiew dies nicht zulässt. Der Austausch wurde vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Tsemakh galt als wichtiger Zeuge für den Abschuss von MH17, aber wurde wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, also der „Volksrepublik Donezk“ angeklagt. Allerdings hatte er in einem Video behauptet, dass die Separatisten ein ukrainisches Kampfflugzeug abgeschossen hätten, während eine weitere Maschine die MH17 abgeschossen habe, also nicht gerade etwas, was im Sinne der Ermittlungen des JIT wäre.

Kurz nach Bekanntwerden der russischen Forderung wandte sich der JIT-Leiter Fred Westerbeke an die ukrainische Regierung und forderte, Tsemakh nicht auszuliefern. Er müsse vernommen werden und sei nicht mehr nur Zeuge, sondern nach nicht mitgeteilten, angeblich neuen Erkenntnissen auch ein Verdächtiger. Selenskyi musste also entscheiden, ob er den Austausch umsetzen will, was bedeutet, Tsemakh nicht weiter zu inhaftieren und ihn nach Russland zu schicken, oder sich dem Druck der hinter den Ermittlungsergebnissen des JIT stehenden westlichen Regierungen beugen und riskieren, dass kein Austausch zustandekommt. Damit würden auch der Filmemacher Oleh Sentsov, der wegen Planung eines Terroranschlags verurteilt worden war, und die 24 fest gesetzten Matrosen nicht aus den russischen Gefängnissen freikommen, was in der Ukraine nicht gut ankäme. Vor allem aber würde Kiew damit riskieren, dass ein Ende des Kriegs in der Ostukraine in weite Ferne rückt.

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Korallen-Sex gerät aus dem Takt

Faszinierend schönes Schauspiel: Korallen (Acropora eurystoma) entlassen pinke Bündel aus Geschlechtszellen ins Wasser. © Tom Shlesinger

Falscher Rhythmus: Das jährliche Korallenlaichen ist normalerweise ein exakt synchronisiertes Massenereignis. Doch bei manchen Arten scheint dieses Fortpflanzungsschauspiel zunehmend aus dem Takt zu geraten, wie eine Studie enthüllt. Einige Korallen im Roten Meer laichen demnach inzwischen unkoordiniert – mit fatalen Folgen für das Ökosystem. Welche Ursachen dahinterstecken, ist noch unklar.

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Einmal im Jahr spielt sich in den Korallenriffen der Ozeane ein faszinierendes Schauspiel ab. Tausende Nesseltiere schleudern zeitgleich ihre Eizellen und Spermien ins Wasser, die dann wie bunte Schneeflocken im Wind durch die Unterwasserwelt tanzen. Die Zahl der entlassenen Gameten ist dabei so hoch, dass sie mitunter sogar aus dem All zu sehen sind. „Das Korallenlaichen wird oft als größte Orgie der Welt beschrieben und ist eines der schönsten Beispiele für synchronisierte Phänomene in der Natur“, erklärt Yossi Loya von der Universität Tel Aviv.

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Spanische Bischofskonferenz warnt vor Zen-Meditation

„Meditationsmethoden, die dem christlichen Glauben fremd sind“ – „Die Begegnung des Christentums mit anderen Religionen – besonders den asiatischen – hat zu Theologien des religiösen Pluralismus geführt.“

kath.net

Die Spanische Bischofskonferenz veröffentlicht ein Dokument, indem sie „bestimmte Ansätze innerhalb der Kirche“ verurteilt, „die die unkritische Rezeption von Gebets- und Meditationsmethoden begünstigen konnten, welche dem christlichen Glauben fremd sind“, und die „Jesus mit anderen Gründungslehrern von Religionen gleichsetzen“. „Die Begegnung des Christentums mit anderen Religionen – besonders den asiatischen – hat zu Theologien des religiösen Pluralismus geführt.“ Doch wenn die Menschwerdung auf ein Symbol reduziert werde, „verwischt sich in diesen Theologien das konkrete Gesicht des christlichen Gottes, des Vaters unseres Herrn Jesus Christus. Sich auf Gott zu beziehen, wie Jesus ihn ‚Mein Vater und dein Vater‘ nannte (Joh 20,17), wäre eine andere Art, von Göttlichkeit zu sprechen, so wie andere Religionen Begriffe verwenden, die besser zu ihrem kulturellen Kontext passen. Die Offenbarung, die in Jesus Christus geschah, wäre nicht entscheidend, um die Wahrheit über Gott zu erfahren. Der Relativismus, der die Mentalität unserer Welt kennzeichnet, bewegt sich somit in den Bereich des Religiösen, so dass sich keine Religion mit einem Wahrheitsanspruch präsentieren kann. Alle Religionen werden objektiv als mögliche Wege der Offenbarung und Erlösung gleichgesetzt. Diese Mentalität entleert den christlichen Glauben an den Inhalt und hat direkte Konsequenzen für einige grundlegende Aspekte des kirchlichen Lebens. Nicht nur in der Spiritualität. Betrachten Sie zum Beispiel die Gefahr, die dies für die Missionstätigkeit mit sich bringt und die unnötig werden würde, wenn Christus nicht der Offenbarer des Vaters und der einzige und universelle Retter wäre“, warnt die Handreichung der spanischen Bischofskonferenz, die am 2.9.2019 unter dem Titel „‚Meine Seele sehnt sich nach Gott, nach dem lebendigen Gott‘ (Ps. 42,3). Orientierungshilfe anhand der Glaubenslehre über das christliche Gebet“ veröffentlicht wurde.

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EU überlegt Fluggastdatenspeicherung auch für Bahn und Schiffsreisen

Die Speicherung von Passagierdaten könnte in Zukunft auch Bahn- und Schiffsreisende betreffen.Foto: REUTERS/Ralph Orlowski

In der Europäischen Union gibt es einem Medienbericht zufolge Überlegungen, die bisherige Fluggastdatenspeicherung auch auf andere Verkehrsmittel auszuweiten. Dadurch solle den Sicherheitsbehörden die Suche nach Terroristen oder Schwerkriminellen erleichtert werden, berichtete die Funke-Mediengruppe am Freitag.

DERSTANDARD

„Verdächtige Reisemuster“

Die finnische EU-Ratspräsidentschaft habe einen Vorstoß unternommen, die Passagierdatenspeicherung zunächst auf den Schiffsverkehr und auf Hochgeschwindigkeitszüge auszuweiten. Die finnische Initiative sei „auf breite Unterstützung“ getroffen, zitierten die Funke-Zeitungen aus einem vertraulichen Bericht des EU-Rats. Eine Mehrheit der Delegationen habe unterstrichen, dass eine Ausweitung der Datenerfassung das Bild verdächtiger Reisemuster vervollständigen würde.

Bei einer früheren Beratung hatte die große Mehrheit der Experten aus den EU-Ländern den Angaben zufolge erklärt, Passagierdaten im Schiffs- und Bahnverkehr sammeln zu wollen. Zwei Drittel wünschten dies darüber hinaus auch im Fernbusverkehr. Massive Bedenken gegen die Überlegungen kommen von Datenschutzexperten.

Flüchtlinge aus Syrien: Erdogan droht der EU

Grafik: TP

Der türkische Präsident beklagt mangelnde Unterstützung. Sollten die von ihm beabsichtigten „Schutzzonen“ in Syrien nicht verwirklicht werden, würde die Türkei die Grenzen zu Europa öffnen

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Türkei werde ihre Grenzen zu Europa öffnen, wenn keine Sicherheitszone in Syrien verwirklicht wird, zitiert die englisch-sprachige Hürriyet-Ausgabe Erdogan am späten Donnerstag. Demnach macht der türkische Präsident der internationalen Gemeinschaft und besonders der Europäischen Union den Vorwurf, dass sie die Türkei nicht genügend bei der Unterbringung und Versorgung unterstützen.

„Sie (die westlichen Länder, Einf. d. A.) bedanken sich bei uns. Es ist eine Ehre für uns, auch wenn sie Null Unterstützung leisten“, lautet ein Satz, den die Hürriyet aus einer Rede Erdogans vor dem Publikum einer AKP-Versammlung wiedergibt. Schon aus den weiteren Aussagen ist erkennbar, dass es dem türkischen Präsidenten um Zuspitzung geht, um eine Performance der Stärke vor den Parteimitgliedern. Denn aus Null Hilfe werden dann doch drei Milliarden Euro, die an Zahlungen schon eingegangen sind. Was dann wiederum gegenüber den 40 Milliarden, die die Türkei bislang für die Flüchtlinge aus Syrien ausgegeben haben soll, „auf einer ganz anderen Ebene ist“, also doch ein Klacks.

Mehr Flüchtlinge werden nach Griechenland durchgelassen

Berichte, wonach der EU-Flüchtlingsdeal auf der Kippe steht, und die Zahlungen dabei eine große Rolle spielen, gab es bereits in den letzten Tagen (Der Flüchtlingsdeal wackelt). Laut Aussagen von Touristen auf der griechischen Insel Lesbos sollen deutlich mehr Boote mit Flüchtlingen an Bord dort ankommen, angeblich drehen Schiffe der türkischen Küstenwache gut sichtbar ab.

Dass dies keine bloße subjektive Wahrnehmung von Feriengästen ist, zeigt sich an der Reaktion der griechischen Regierung, die damit zu tun hat, dass die Flüchtlingszahlen auf den griechischen Inseln wieder steigen, wie Wassilis Aswestopoulos an dieser Stelle berichtete (Regierungsrat beschließt Maßnahmen für die Flüchtlingskrise).

Offenbar hat die türkische Regierung ihre Drohung wahr gemacht und ist hinsichtlich der Kontrolle der Strände, von denen aus Flüchtlinge und Migranten von der Türkei nach Griechenland übersetzen, nachlässiger geworden. Allein am Donnerstag (den 29. August, Einf. d. A.) sollen auf der Insel Lesbos mehr als 500 Asyl beantragende Personen angekommen sein. Die Flüchtenden kommen mit allen möglichen Seefahrzeugen, auch auf Jet-Skis.

Wassilis Aswestopoulos

Unter Druck

Erdogan steht unter Druck – in der Partei, wo er es mit prominenten Opponenten zu tun hat (laut Hürriyet ist ein Parteiausschluss des früheren türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu im Gange; innenpolitisch, weil die Wirtschaft kriselt, was dazu beiträgt, dass sich die Stimmung gegenüber den früher „Gäste“ genannten Flüchtlingen aus Syrien deutlich verschlechtert hat, und außenpolitisch.

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Warum sollten sich nicht auch Kinder für Naturwissenschaften begeistern können?

Charles Darwin erkundet mit der HMS «Beagle» die Welt mit ihren Lebewesen und entwickelt die Evolutionstheorie. (Bild: Jérémie Royer / Knesebeck-Verlag)

In Geschichten und Bildern wird greifbar, was die Welt im Innersten zusammenhält. Darin besteht die hohe Kunst von Kinderbüchern über Physik oder Biologie.

Manuela Kalbermatten | Neue Zürcher Zeitung

Was für eine Idee: «Quantenphysik für Babys» im Papp-Format! Bücher zur Frühförderung florieren. Sie sind Ausdruck des breit abgestützten Willens, schon bei den Jüngsten die Freude am Denken zu wecken. Sie sind aber auch Produkte eines Markts, der blitzschnell auf Trends reagiert, von denen erwartet wird, dass sie sich Erziehern gut verkaufen lassen. Welches Kind wünscht sich schon ein «Yoga-Bilderbuch» oder eine Anleitung zur «Achtsamkeit»?

Und nun sollen die Kleinen also lernen, was Protonen und Elektronen sind. Erschienen ist das Buch in der Reihe «Baby-Universität». Unter dem Motto «Es ist niemals zu früh, ein Quantenphysiker / Raketenwissenschafter / Evolutionsbiologe zu werden» erklärt der Physiker Chris Ferrie darin die Naturgesetze.

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Eichhörnchen belauschen Vögel

Grauhörnchen hören Vögeln ganz genau zu. © Julian Nyča, „CC-by-sa 3.0

Tierischer Lauschangriff: Eichhörnchen reagieren nicht nur auf Alarmsignale von Vögeln, sondern auch auf deren sorgloses Gezwitscher. Wie ein Experiment zeigt, entspannen sich die Nager nach einer Gefahrensituation schneller, wenn von gefiederten Arten solche Laute zu hören sind. Das Gezwitscher dient ihnen demnach als Indiz für „reine Luft“.

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Viele Vögel stoßen schrille Alarmrufe aus, um ihre Artgenossen vor Feinden zu warnen. Doch auch andere Tierarten werden hellhörig, wenn diese Schreie ertönen. So erkennen afrikanische Grünmeerkatzen beispielsweise die Warnrufe von Staren. Und Eichhörnchen wie das Grauhörnchen reagieren sogar auf das Gezeter mehrerer Vogelarten, wenn Gefahren wie nahende Raubvögel drohen.

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Das deutsche Religionsrecht ist im Umbruch: Herausforderungen nicht nur durch den Islam

Kopftuch, Beschneidung, Schächten: Religiöse Traditionen und Gebote, die nicht christlich begründet sind, sorgen immer wieder für heftige Debatten – auch über die religionsrechtlichen Grundlagen in Deutschland.

DOMRADIO.DE

Das deutsche Religionsrecht, einst als „Staatskirchenrecht“ bekannt, steht unter Druck. Hohe Austrittszahlen stellen die gesellschaftliche Relevanz der Kirchen und damit auch deren verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen infrage. Die wachsende Bedeutung des Islam schafft neue Probleme. Drei Jubiläen nahm die Katholische Akademie in Berlin jetzt zum Anlass, diese Fragen zu beleuchten.

Es sind 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Fall der Berliner Mauer mit der Wiedervereinigung als Folge.

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DNA-Studie: „Monster von Loch Ness“ möglicherweise nur ein Riesen-Aal

Dieses undatierte Foto soll die Silhouette des Monsters von Loch Ness zeigen (Archivbild). Bild: AP

Von wegen Monster, von wegen Kreatur aus der Urzeit: Bei „Nessie“ aus dem schottischen Loch Ness handelt es sich nach einer DNA-Studie möglicherweise nur um einen großen Fisch.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Uralt-Saga um das Monster von Loch Ness ist um ein Kapitel reicher. Nach einer Analyse von DNA-Proben aus dem See im schottischen Hochland kam ein internationales Forscherteam zu dem Schluss, dass es sich bei „Nessie“ mit einiger Wahrscheinlichkeit um einen oder mehrere riesige Aale handeln könnte. Für die Existenz eines Monsters – früher oder auch heute noch – gibt es demnach von wissenschaftlicher Seite keinerlei Beweise.

Das Team hatte vor einiger Zeit rund 300 Wasserproben aus dem See südwestlich der Stadt Inverness entnommen, um DNA-Spuren von Lebewesen zu finden – zum Beispiel in Fragmenten von Haut, Schuppen, Federn, Fell, Kot oder Urin. Geleitet wurde das Projekt von dem Genetik-Experten Neil Gemmell von der neuseeländischen University of Otago.

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SPD-Fraktion will Gewinne privater Heime begrenzen

Die Sozialdemokraten im Bundestag sehen einen Widerspruch zwischen unbedingtem Renditestreben und würdiger Pflege. Die öffentliche Hand soll stärker in die Pflegeheimförderung einsteigen.

evangelisch.de

Die SPD-Bundestagsfraktion will die Renditen von Pflegekonzernen begrenzen. In einem Positionspapier, das die Fraktionsspitze der Fraktion an diesem Freitag zur Abstimmung vorlegen will, heißt es dazu, „spekulative Gewinne“ zugunsten anonymer Anleger oder Investoren „lassen sich nicht mit der Würde der Pflege und einem solidarisch finanzierten Versicherungssystem vereinbaren“. Das sechsseitige Papier, über das zuerst die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag) berichtet hatte, liegt dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor.

Wegen der Niedrigzinsen seien Pflegeheime als Immobilien gefragte Investitionsobjekte, heißt es in den SPD-Papier. Heimbetreiber griffen auf das Kapital von Investoren zurück, weil sich die öffentliche Hand aus der Pflegeheimförderung weitgehend zurückgezogen habe.

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Denkleistung: Frauen sind ausdauernder

Frauen können ihre Denkleistung in Tests offenbar länger aufrechterhalten. © Fat Camera/ istock

Geschlechterunterschied: Frauen können ihre Leistung in Testsituationen offenbar länger aufrechterhalten als Männer. Wie eine Studie zeigt, liefern sie im Prüfungsverlauf konstantere Ergebnisse ab. Dieser Effekt ist so groß, dass er sogar geschlechtsspezifische Leistungsunterschiede ausgleichen kann – zum Beispiel in Mathe. Je länger ein Test dauert, desto geringer wird demnach die Leistungslücke zwischen Männern und Frauen.

scinexx

Typisch Mann, typisch Frau: Klischees über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es viele – und in manchen steckt tatsächlich ein wahrer Kern. Zwar ist „das“ männliche oder weibliche Gehirn ein Mythos. Dennoch scheinen die Talente von Frauen oftmals in anderen Bereichen zu liegen als bei den Männern.

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Theologe Goertz zu Sexualmoral: Verbote würden Kirche in „intellektuelles und kulturelles Ghetto“ führen

Vorurteile und Verbote prägen den kirchlichen Umgang mit Sexualität, sagt Moraltheologe Stephan Goertz. Das isoliere die Kirche in der Gesellschaft und entspreche nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Daher müsse sich etwas ändern.

katholisch.de

Eine Änderung der katholischen Lehraussagen zur Sexualität wünscht sich der Mainzer Moraltheologe Stephan Goertz. Wer gegen alle Anfragen der Erfahrung und Vernunft auf Verboten und Vorurteilen beharre, führe die Kirche „in ein intellektuelles und kulturelles Ghetto“, sagte Goertz am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Ein Beispiel sei die Homosexualität.

„Kirchliche Texte hinken im Bereich der Sexuallehre und generell des Geschlechterverhältnisses nicht selten erheblich hinter heutigen theologischen und humanwissenschaftlichen Erkenntnissen hinterher“, kritisierte Goertz, der Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie ist. Die Kirche müsse zudem akzeptieren, „dass über die Generationen und Milieus hinweg, zumindest hierzulande, diese Lebensbereiche nicht mehr ihrer moralischen Regie unterstehen“.

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Religionsfreiheit oder Neutralität? Gutachten bestärkt Kopftuchverbot

Themenbild

Berlins rot-rot-grüne Koalition ist uneins über das Kopftuchverbot für Lehrerinnen. Ein Gutachten zum geltenden Neutralitätsgesetz bestätigt nun die Position der Bildungssenatorin: Religiöse Symbole sollen für bestimmte Berufsgruppen tabu bleiben.

Sabine Menkens | WELT

Dürfen Lehrerinnen Kopftuch tragen? In Berlin wurde diese Frage lange Jahre sehr eindeutig beantwortet. Das Neutralitätsgesetz, 2005 erlassen, regelte die Frage religiöser Symbole für Angehörige aller Religionen gleich: In Schulzimmern, Polizeidienststellen und Gerichten sind Kopftuch, Kippa und Kruzifixe für Lehrer, Polizisten und Juristen tabu. Die Senatsverwaltung für Bildung sieht darin den einzigen Weg, in einer multiethnischen Stadt wie Berlin einen neutralen Raum zu schaffen, in dem Kinder jeder Herkunft frei von religiöser Beeinflussung gemeinsam lernen können.

Mit dem Neutralitätsgesetz war der Senat den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2003 gefolgt, den Umgang mit religiösen Kleidungsstücken und Symbolen eindeutig gesetzlich zu regeln. Doch seit dem zweiten „Kopftuch-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts von 2015, das pauschale Kopftuchverbote für nicht verfassungskonform erklärt hatte, gibt es in Berlin verstärkt Arbeitsgerichtsklagen von muslimischen Lehrerinnen, die sich diskriminiert und in ihrer Religionsfreiheit beeinträchtigt fühlen.

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PETA: Jesus auf einem E-Roller statt auf einem Esel?

Soll der Jesus Darsteller mit einem E-Roller… © R. Classen (shutterstock)

Moderne Inszenierungen haben Zuschauern schon einiges abverlangt. Geht es nach Peta, könnte dies auch 2020 für die Passion in Oberammergau gelten. Die Tierschützer wollen Jesus auf dem E-Roller statt auf dem Esel sehen.

DOMRADIO.DE

Seit Samstag reisen die Hauptdarsteller der Oberammergau-Passion 2020 mit Spielleiter Christian Stückl durch das Heilige Land. Auf den Spuren Jesu wollen sich die Frauen und Männer einstimmen, auf jene Geschichte, die sie ab Mai dem Gelübde folgend nach zehn Jahren wieder auf die Bühne bringen werden.

E-Roller statt Esel?

Doch während die Gruppe im Auftrag des Herrn spirituell unterwegs ist, war zu Hause der Teufel los. Denn die Organisation „Peta“ forderte die Oberammergauer Verantwortlichen öffentlich auf, künftig auf den Esel beim Einzug in Jerusalem zu verzichten und stattdessen Jesus mit einem E-Roller einfahren zu lassen.

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