Antisemitismusforscher: Hassrede führt zu terroristischer Gewalt


Hassrede im Internet führt nach Auffassung des Sprachforschers Matthias J. Becker zu terroristischer Gewalt. Es gebe eine Wechselwirkung zwischen der digitalen und analogen Welt, sagte der Antisemitismusforscher zum Abschluss des dreitägigen Kongresses „Antisemitismus-Studien und ihre pädagogischen Konsequenzen“ am Freitag in Frankfurt am Main.

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Auf US-amerikanischen Plattformen wie „4chan“, „8chan“, „gab“ oder der Incel-Bewegung versammelten und verstärkten sich rechtsextremistische, rassistische und sexistische Äußerungen. Die Teilnehmer radikalisierten sich gegenseitig. Der Forscher an der Sheffield Hallam University und der Universität Haifa führte als Beispiele die rechtsextremistischen Attentäter von Pittsburgh, Christchurch und El Paso an, die vor ihren Massakern auf solchen Plattformen aktiv waren.

In den Jahren von 2016 bis 2018 habe sich Hassrede auf US-amerikanischen Plattformen verdoppelt, sagte Becker. Das Netz biete Hetzern Anonymität und die Möglichkeit, dass sich Einzelpersonen miteinander vernetzen und bestärkten.

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