Korallen-Sex gerät aus dem Takt


Faszinierend schönes Schauspiel: Korallen (Acropora eurystoma) entlassen pinke Bündel aus Geschlechtszellen ins Wasser. © Tom Shlesinger

Falscher Rhythmus: Das jährliche Korallenlaichen ist normalerweise ein exakt synchronisiertes Massenereignis. Doch bei manchen Arten scheint dieses Fortpflanzungsschauspiel zunehmend aus dem Takt zu geraten, wie eine Studie enthüllt. Einige Korallen im Roten Meer laichen demnach inzwischen unkoordiniert – mit fatalen Folgen für das Ökosystem. Welche Ursachen dahinterstecken, ist noch unklar.

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Einmal im Jahr spielt sich in den Korallenriffen der Ozeane ein faszinierendes Schauspiel ab. Tausende Nesseltiere schleudern zeitgleich ihre Eizellen und Spermien ins Wasser, die dann wie bunte Schneeflocken im Wind durch die Unterwasserwelt tanzen. Die Zahl der entlassenen Gameten ist dabei so hoch, dass sie mitunter sogar aus dem All zu sehen sind. „Das Korallenlaichen wird oft als größte Orgie der Welt beschrieben und ist eines der schönsten Beispiele für synchronisierte Phänomene in der Natur“, erklärt Yossi Loya von der Universität Tel Aviv.

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