Deutschlands Automanager haben Angst vor Umweltschützern


Ein BMW X1 in der Testanlage einer Fabrik: SUVs stehen bei Umweltschützern besonders in der Kritik. Foto: Nelson Ching/Bloomberg

Die Stimmung zwischen Autoindustrie und Umweltschützern ist giftig. Ausgerechnet kurz vor der wichtigen Messe IAA hat die Branche die Hosen voll.

Max Hägler, Christina Kunkel | Süddeutsche Zeitung

Es ist der Moment, an dem die Anspannung in dieser Debatte deutlich wird. Der Cheflobbyist der deutschen Autoindustrie, Bernd Mattes, fährt seine Kontrahentin an. Er klingt empört: Sie möge doch so nett sein, ihn ausreden zu lassen, ruft der VDA-Präsident nach links. „Ich bin doch auch nett zu Ihnen!“

Luise Neumann-Cosel schweigt, für den Moment zumindest. Aber es fällt ihr schwer, zusehends. Sie arbeitet als Kampagnenleiterin für eine Organisation namens „Campact“, ist einer der Menschen, die von der Autoindustrie viel mehr Einsatz fordern beim Klimaschutz. „Kann man Ihnen überhaupt glauben bei den Grenzwerten?“, wird sie an diesem Abend noch in die Debatte werfen. Da schwingt der Dieselskandal mit, ein großes Misstrauen. Es wird auch nach diesem ungewöhnlichen Streitgespräch nicht ausgeräumt sein.

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