Forderung von Minister Esper: Deutschland soll Trumps Grenzzaun gegenfinanzieren


Sparpläne im Ausland, um die Mauer zu finanzieren? Die amerikanische „Lucius D. Clay Kaserne“in Wiesbaden Bild: dpa

Donald Trump holt sich Millionen Dollar für die Grenzanlagen zu Mexiko aus Bauprojekten des Militärs. Das betrifft Hilfsgelder für Puerto Rico genauso wie Schulen für Soldatenkinder in Deutschland. Die Lücke sollen nach den Wünschen des Verteidigungsministers andere Länder schließen.

Frauke Steffens | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wenn es nach der Regierung von Donald Trump geht, dann sollen Deutsche, Japaner und Engländer marode Schulen auf amerikanischen Militärbasen renovieren oder neu bauen. Das schlug Verteidigungsminister Mark Esper am Donnerstag vor. Die Regierung von Präsident Donald Trump zieht Millionen Dollar aus Bauprojekten im Ausland ab, um sie für Befestigungsanlagen an der Grenze zu Mexiko auszugeben. Sie kann dank Trumps Notstandserklärung 3,6 Milliarden Dollar aus dem Haushalt des Pentagon umleiten.

Die verbündeten Staaten sollten darüber nachdenken, die Mittel selbst zur Verfügung zu stellen, sagte Esper vor Journalisten in London. Er wolle dafür werben, „Belastungen stärker gemeinsam zu schultern“. „Dementsprechend ist es Teil unserer Botschaft zu sagen, seht, wenn ihr euch wirklich solche Sorgen macht, solltet ihr in Erwägung ziehen, diese Projekte für uns zu übernehmen. Das wird auch der Infrastruktur in den betroffenen Ländern helfen“, sagte der Minister. Das Verteidigungsministerium will an 127 Projekten in den Vereinigten Staaten und im Ausland sparen.

weiterlesen