Schusswaffengewalt soll durch Früherkennung psychischer Störungen eingedämmt werden


Grafik: TP

Trump verbindet Massenschießerein mit Geisteskrankheiten, zur Prävention wird ein Massenüberwachungsprogramm etwa mit Apple Watches, Fitbits, Amazon Echo und Google Home erwogen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Hierzulande wurde gar nicht registriert, was im Umkreis des Weißen Hauses diskutiert wird, um Amokläufe und Massenschießereien zu reduzieren, ohne an der bestehenden Freizügigkeit, Schusswaffen zu besitzen zu rütteln. Die These von US-Präsident Trump ist die der Waffenlobby. Ordentliche Bürger dürfen der Verfassung wegen Schusswaffen erwerben und tragen, das mache die Gesellschaft auch sicherer, weil für Abschreckung gesorgt wird. Gestört wird die waffentragende Harmonie er sich gegenseitig Bedrohenden nur durch Verrückte. Und weil die nicht normal sind, könne man gegen diese auch nicht wirklich etwas machen.

Im Weißen Haus hat man aber wohl eingesehen, nachdem die Massenschießereien anwachsen und dies nicht gerade für ein Sicherheitsgefühl in der Gesellschaft sorgt, dass man irgendwie Handlungsbereitschaft demonstrieren müsste, wenn man schärfere Waffengesetze verhindern will. Das scheint für Trump ein Menetekel zu sein, weil er hier an Gefolgschaft verlieren könnte. Also müssen Alternativen ausgebrütet werden, die demonstrieren, dass man handeln kann, ohne die Waffengesetze zu verändern bzw. den Erwerb von Waffen zu erschweren.

„Safe Home“: Stopping Aberrant Fatal Events by Helping Overcome Mental Extremes

Die bei Trump unbeliebte und als Teil der Fake-News-Medien verunglimpfte Washington Post berichtete jedenfalls, in Europa weitgehend unbeachtet, von Überlegungen im Weißen Haus, wie man früh- und vorzeitig Anzeichen bei Menschen registrieren könnte, die auf psychische Störungen hinweisen, die in gewalttätiges Handeln münden könnten. Die Richtung ist klar, man hätte damit wieder einen Bevölkerungsteil, dieses Mal allerdings nicht rassistisch, als riskant bezeichnet. Psychische Störungen, so die Botschaft, sind nicht nur eine Qual für die Betroffenen, sondern auch eine Gefahr für die Gesellschaft. „Geisteskranke“ wurden wie alle anderen Minderheiten und Anormale wie Juden, Sinti und Roma, Linke oder Schwule im Nationalsozialismus als minderwertig gebrandmarkt und ausgemerzt.

weiterlesen