Klima-politologischer Dilettantismus


Das Braunkohlekraftwerk Niederaußem der RWE Power AG (pa/Geisler)

In der Debatte um Klimaschutz hat die Politologin Ulrike Ackermann mehr Sachlichkeit angemahnt.

Deutschlandfunk

Es sei wichtig, Ambivalenzen zuzulassen und rational über einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen zu debattieren, sagte Ackermann im Deutschlandfunk (Audio-Link). Es bringe nichts, in einem Alarmismus die Weltkatastrophe an die Wand zu malen, der nur radikal begegnet werden könne. Die Klimarettung als oberstes politisches Primat über alles zu setzen, komme fast einer Religion gleich, warnte Ackermann.

Dabei sei die Klimapolitik der vergangenen Jahrzehnte von zahlreichen Widersprüchen geprägt. „Der schnelle Atomausstieg hat dazu geführt, dass wir zum Teil schmutzigen Strom aus unseren EU-Nachbarländern importieren müssen, obwohl wir die großen Vorbilder im Kampf gegen die Erderwärmung sein wollen“, sagte Ackermann. Die damit einhergehenden Strompreiserhöhungen haben aus ihrer Sicht zu Ungerechtigkeiten und Freiheitseinschränkungen für viele Bürger geführt.

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