Hawai: Wachsender Vulkansee versetzt Geologen in Erstaunen


Seit seiner Entdeckung haben US-Forscher den neuen Kratersee unter Beobachtung. Foto: USGS/K. Mulliken

Auf dem Grund eines Kraters des Kilauea-Vulkans entstand in den letzten Wochen ein blubbernder grüner Tümpel

DERSTANDARD

Im Mai 2018 brach der Vulkan Kilauea auf Hawaiis Big Island ungewöhnlich heftig aus. Mehrere Spalten taten sich an den Hängen des Feuerbergs auf, es kam zu teils starken Erdbeben und Unmengen an Lava ergossen sich über mehrere Monate hinweg in den Ozean. Wie ein Team von der University of Hawaii in Manoa kürzlich festgestellt hat, sorgten die Lavaflüsse nicht nur für Zerstörungen: Sie ließen im Meer erhitztes Tiefenwasser aufsteigen, das Stickstoffverbindungen mit sich empor trug. Diesen Dünger wussten Meeresalgen und Cyanobakterien offenbar für sich zu nutzen, denn in der Folge kam es zu einer explosionsartigen Algenblüte, die sogar auf Satellitenbildern der Nasa sichtbar wurde.

Gewässer mit unklarem Ursprung

Die geologischen Nachwirkungen dieser hochaktiven Phase dauern bis heute an – und sie haben ein Phänomen hervor gebracht, das den Vulkanologen Kopfzerbrechen bereitet: Auf dem Grund des Halema’uma’u-Kraters des Kilauea trat in den vergangenen Wochen ein See in Erscheinung, dessen Volumen allmählich zunimmt. Der Ursprung des Gewässers sei nach Angaben von Forschern des US Geological Survey (USGS) vorerst nicht ganz klar.

weiterlesen

Video: Nahaufnahmen des wachsenden Sees im Halema’uma’u-Krater.
Doing Hawaii