Bistum Essen kündigt eigene Missbrauchsstudie an


Im Herbst 2018 hatten die deutschen Bischöfe ihre Missbrauchsstudie vorgestellt. Doch dem Bistum Essen reicht das nicht: In einer eigenen Studie soll explizit die Situation im Ruhrbistum untersucht werden. Generalvikar Klaus Pfeffer nennt Details.

katholisch.de

Das Bistum Essen will den sexuellen Missbrauch in der Kirche mit einer eigenen Studie wissenschaftlich untersuchen lassen. Das kündigte Generalvikar Klaus Pfeffer im neuen Bistumsmagazin „Bene“ an. Ein Institut mit entsprechender Expertise solle herausfinden, was in der Vergangenheit im Ruhrbistum dazu beigetragen habe, sexuellen Missbrauch durch Priester und andere Mitarbeitende zu ermöglichen. Auch gehe es um die Frage, warum Verbrechen nicht aufgedeckt, sondern verharmlost oder nicht wahrgenommen worden seien.

„Veränderungen vorantreiben“

Laut Pfeffer sollen die Wissenschaftler zudem klären, wie es geschehen konnte, dass Täter geschützt und stillschweigend versetzt wurden. Ein Ziel der Studie sei auch, den Betroffenen von sexualisierter Gewalt mehr Gehör und Aufmerksamkeit zu schenken. „Wir wollen wissen, was wir verändern müssen – und dann auch Veränderungen vorantreiben“, sagte der Generalvikar.

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