Superblitze überraschen Forscher


Superblitze sind tausendfach stärker als normale Entladungen – und ihre zeitliche und räumliche Verteilung geben Rätsel auf. © boschettophotography/ iStock

Rätselhaftes Wetterphänomen: Superblitze sind selten, aber tausendfach stärker als normale Gewitterentladungen – und überraschend anders verteilt, wie nun die erste Kartierung dieses Phänomens enthüllt. Demnach ereignen sich Superblitze vorwiegend im Winter statt im Sommer. Zudem treten sie primär über den Ozeanen auf – Hotspots liegen im Mittelmeer, vor der europäischen Atlantikküste und im Andengebiet. Warum die Superblitze dieses Muster zeigen, ist noch unbekannt.

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Blitze gehören zu den spektakulärsten Phänomenen unseres Wetters. Mit bis zu einer Milliarde Volt springen die grellleuchtenden Entladungen zwischen Gewitterwolken oder zwischen Wolken und Erdoberfläche über. Dabei heizt sich die Luft auf bis zu 30.000 Grad auf und es entstehen sogar Gammastrahlen und Antimaterie. Typischerweise treten Blitze vor allem im Sommer auf und häufen sich über großen, gebirgigen Landmassen – besondere Hotspots sind Afrika, Asien und der amerikanische Kontinent. In Deutschland ist das Alpenvorland ein Blitzhotspot.

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