Krankenkassen verschwenden Millionen


Eine Patientin wird für eine MRT-Untersuchung vorbereitet | Bildquelle: picture alliance / Stefan Sauer/

Mehrere AOK verschwenden offenbar Millionenbeträge bei Kontrastmitteln. Laut internen Unterlagen zahlen die Kassen in Sachsen und Thüringen vier Mal so viel für die Präparate wie andere Krankenkassen.

Markus Grill | tagesschau.de

Jedes Jahr bekommen fünf Millionen Menschen in Deutschland ein Kontrastmittel gespritzt, bevor sie in die Röhre kommen, also eine MRT oder CT-Untersuchung machen lassen. Die Mittel sind nicht apothekenpflichtig, werden von den Herstellern direkt an die Arztpraxen geliefert und von Bundesland zu Bundesland vollkommen unterschiedlich abgerechnet.

In Berlin und Schleswig-Holstein zum Beispiel schreiben die Krankenkassen Kontrastmittel aus, der günstigste Hersteller bekommt den Zuschlag. Dort erstatten die Kassen den Herstellern für einen Liter MRT-Kontrastmittel nur rund 800 Euro. Im Gebiet der AOK Plus, also in Sachsen und Thüringen, dagegen zahlen die Kassen rund 4700 Euro pro Liter. Das geht aus Unterlagen hervor, die die AOK Plus an die Hersteller dieser Medikamente geschickt hat.

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