Der «Marsch fürs Läbe» ist im rot-grünen Zürich eine Provokation sondergleichen


Unter der Hardbrücke haben linksautonome Gegendemonstranten Container angezündet. (Bild:Keystone/Walter Bieri)

Christen und Rechtskonservative demonstrieren in Zürich. Nach einer Störaktion radikaler Linken setzt die Polizei Tränengas und Gummischrot ein. Protokoll eines Nachmittags der Extreme.

Daniel Fritzsche | Neue Zürcher Zeitung

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Protestaktionen gegen den von Abtreibungsgegnern organisierten «Marsch fürs Läbe» in Zürich-West ist es zu Ausschreitungen gekommen.
  • Linksextreme warfen Gegenstände, zündeten Abfallcontainer an und demolierten ein Polizeifahrzeug. Die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot ein. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt.
  • Ein 30-jähriger Mann ist wegen Gewalt und Drohungen festgenommen worden. 175 weitere Personen wurden von der Polizei kontrolliert.

Auf Besuch bei den «Christen-Fundis»

Auf dem Zürcher Turbinenplatz haben sie sich versammelt, die «Christen-Fundis», die «rechten Hetzer», die «Ewiggestrigen». Es sind wenig schmeichelhafte Etiketten, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des «Marsch fürs Läbe» angeheftet werden. Mehr als tausend von ihnen sind am Samstag nach Zürich-West gekommen, um gegen die Abtreibungspraxis in der Schweiz zu demonstrieren.

Wer sind diese Leute? Wie eine «Gefahr für die Schweizer Gesellschaft» wirken sie an diesem sonnigen Nachmittag nicht. Zu sehen sind viele ältere Personen, manche von ihnen gebrechlich, Menschen mit Behinderungen, Familien mit vier, fünf, sechs Kindern. Auch Jugendliche sind dabei, einige von ihnen geben sich als Mitglieder der Freikirche ICF zu Erkennen. Eine Gruppe aus Polen schwenkt Holzkreuze.

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