Päpstlicher Hinterhalt


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Erst macht der Papst den Bischöfen Mut, einen Reformprozess anzustoßen. Doch als die ihn beim Wort nehmen, erklärt er sie für inkompetent und unzurechnungsfähig. Das ist einfach irre.

Daniel Deckers | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Was hatte Papst Franziskus sich nicht alles von den Christen gewünscht? Mehr Freimut. Von der Kirche: dass sie sich nicht länger an die eigene Verschlossenheit und Bequemlichkeit klammere. Oder von den Bischöfen: dass sie zu Subjekten mit konkreten Kompetenzbereichen würden. Nicht zu vergessen die Bischofskonferenzen: Organe mit einer gewissen authentischen Lehrautorität.

Das war 2013. Sechs Jahre später nehmen Bischöfe und Laien gemeinsam den Papst beim Wort. Doch Franziskus und seine Büchsenspanner im Vatikan fallen ihnen in einer Weise in den Rücken, welche die gewöhnliche Vorstellungskraft übersteigt.

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