Papst kritisiert Haftbedingungen in Italien: „Das Gefängnis ist nicht die Lösung“


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Ein Gefängnis sei mehr ein Problem als ein Lösung, sagt Papst Franziskus. Bei einer Ansprache am Samstag ermutigte er Justizbeamte, Gefängnisseelsorger und Sträflinge gleichermaßen.

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Papst Franziskus hat mehr Anstrengungen für die Resozialisierung von Gefangenen sowie Maßnahmen gegen die Überfüllung italienischer Haftanstalten gefordert. „Es müssen würdige Lebensbedingungen geschaffen werden, sonst werden die Gefängnisse zu Pulverfässern der Wut anstatt zu Orten der Wiedereingliederung“, so das Kirchenoberhaupt am Samstag auf dem Petersplatz bei einer Ansprache vor rund 11.000 Mitarbeitern des italienischen Justizvollzugs.

Ihnen dankte Franziskus für ihre „verborgene, oft schwierige und wenig befriedigende, aber notwendige Arbeit“. Diese bestehe nicht allein darin, „Gefangene zu bewachen, sondern auch Schwache zu unterstützen“. Er wisse um die Schwierigkeiten in den Haftanstalten, so der Papst. „Aber vergesst bitte nicht das Gute, das ihr jeden Tag bewirken könnt: Euer Verhalten, eure Einstellungen, eure Blicke sind kostbar.“

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