Bankrott des Christentums


Pilger sind inzwischen seltener zu sehen. Hier ein Foto von der 166. Telgter Wallfahrt in Niedersachsen. Bild: dpa

Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Das ist schlecht für die Wirtschaft.

Rainer Hank | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die katholische und evangelische Kirche in Deutschland verlieren massiv Mitglieder. Allein den Katholiken liefen im vergangenen Jahr über 200.000 Gläubige davon. Das ist die zweithöchste Austrittszahl seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Weil zudem mehr Katholiken sterben, als Neuchristen getauft werden, beziffert sich der Verlust auf insgesamt 310.000 Ex-Gläubige. In der evangelischen Kirche sieht es nicht besser aus. Zwar gibt es weniger Austritte, dafür aber noch weniger Neueintritte als bei den Katholiken. Das führt zu einem Schwund von fast 400.000 Protestanten in nur einem Jahr: 2018.

Wenn es so weitergeht, werden die Mitgliederzahlen beider Kirchen bis zum Jahr 2060 noch einmal um die Hälfte zurückgehen, hat im Frühjahr der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hochgerechnet. Dafür ist längst nicht nur der demographische Wandel verantwortlich – nach dem Motto: „Kannste nichts machen, wenn die Christgläubigen keine Kinder mehr kriegen.“ Zwei Drittel des Schwunds haben nichts mit der Demographie zu tun. Da könnte man schon etwas machen – wenn man könnte.

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1 Comment

  1. Lügenpresse – nein. Schwachsinnspresse! Die Thesen der Journaille zu den Massenaustritten aus den im finanziellen Vollfett schwimmenden Kirchen-Konzernen werden immer abstruser. Und die wahren Gründe immer mehr verschmiert und verschleiert.

    So reden sie sich Journalisten und Gottesanbeter die Gott-Glaube-Kirchenmärchen schön.

    „Führt wachsender Wohlstand zu einem Schwund religiöser Praxis und religiösen Glaubens? … Wenn dann – auf der Angebotsseite, würden Ökonomen sagen – eine Verschlechterung des religiösen Produkts und eine massive Vertrauenskrise der Firma hinzukommt, nimmt die Nachfrage nach Religion schlicht aus ökonomischen Gründen ab … Ein dramatischer Rückgang des christlichen Gottes- und Erlösungsglaubens ist schlecht für das Wirtschaftswachstum … die Kirchen … müssten dafür ihren Antikapitalismus über Bord werfen. Doch den hat Papst Franziskus anlässlich einer Reise nach Madagaskar gerade vehement erneuert …“

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