Selbst im Mutterleib sind wir nicht vor Feinstaub geschützt


Eine von vielen Quellen für Feinstaub: die Abgase aus dem Strassenverkehr. (Bild: Imago)

Atmet eine schwangere Frau Russpartikel ein, lagern sich diese in der Plazenta ab. Bis zum Kind ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.

Alan Niederer | Neue Zürcher Zeitung

Die Luftverschmutzung in vielen Städten belastet nicht nur Kinder und Erwachsene. Sie kann auch den Fötus im Mutterleib beeinträchtigen. Das haben bereits Studien der letzten Jahre gezeigt. Demnach geht eine erhöhte Konzentration an Feinstaub mit einem tieferen Geburtsgewicht, mehr Fehlgeburten und einer erschwerten Lungenentwicklung einher.

Bisher war allerdings unklar, ob Feinstaub den Fötus direkt schädigt. Denn es wäre auch möglich, dass die eingeatmeten Partikel im Körper der Mutter eine Entzündungsreaktion hervorrufen, die das heranwachsende Kind dann indirekt schädigt, etwa über eine verminderte Blut- und Nährstoffversorgung. Belgische Forscher legen nun erstmals Ergebnisse vor, die für eine direkte Schädigung sprechen.

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