Zwischenbericht zu Polizeigewalt: Betrof­fene sind jung, männ­lich und hoch gebildet


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Betroffene von Polizeigewalt erstatten keine Anzeige oder die Verfahren werden eingestellt. Dazu kommt der Zwischenbericht einer Forschergruppe um den Kriminologen Tobias Singelnstein.

Legal Tribune Online

Die Staatsanwaltschaften erledigen jährlich mehr als 2.000 Strafverfahren gegen mehr als 4.000 Polizeibeamte wegen rechtswidriger Gewaltausübung – das sind die bekannten Fälle. Die Dunkelziffer ist mindestens fünf Mal so hoch. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie zur „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ (KviAPol) der Ruhr-Uni-Bochum um den Kriminologen Professor Dr. Tobias Singelnstein, die dieser im April ausführlich im LTO-Podcast vorstellte.

Die Forscher haben 3.375 Fragebögen analysiert und am Dienstag einen Zwischenbericht vorgelegt. Sie untersuchen Viktimisierungserfahrungen, Dunkelfeld und Anzeigeverhalten im Bereich rechtswidriger polizeilicher Gewaltanwendung. „Die Zahl von 3.375 Fragebögen, die Eingang in die Auswertung gefunden haben, hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen“, sagte Singelnstein auf Anfrage von LTO.

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