Ein Affe als Spiegel menschlicher Abgründe


Was fühlen Tiere? Wie können wir ihre Lebensräume schützen? Solche Fragen streift Christian Welzbacher in seinem Buch. (Matthes & Seitz)

1928 kommt Gorilla-Baby Bobby in den Berliner Zoo und löst allerorten Aufregung aus. Christian Welzbacher baut aus Zeitdokumenten eine Collage, die viel über den Zeitgeist verrät.

Frank Kaspar | Deutschlandfunk Kultur

Wie King Kong, nur echt: Der Gorilla Bobby lockt in den 1930er-Jahren Menschen aus ganz Europa in den Berliner Zoo. Im Rummel um den prominenten Affen verbindet sich eine Sehnsucht nach Wildheit mit Kolonialismus und Rassentheorien.

Die ersten Berichte über Gorillas handeln von tollkühnen Jägern, die im Urwald gegen zottelige Ungeheuer kämpfen. Mitte des 19. Jahrhunderts bekommen Forschungsreisende in Afrika die großen Menschenaffen erstmals zu Gesicht. Ihre Erzählungen vermischen sich mit Märchen und Mythen der Einheimischen.

Die Geschichten über legendäre Riesenaffen lassen niemanden ungerührt. Denn, so verrät ein Blick in Conrad Gessners „Thierbuch“ von 1533: In Affen erkennen Menschen schon seit langem eine ungezähmte, von Lust und Lastern geleitete Seite ihrer selbst.

Als Charles Darwin 1859 sein Buch „Über die Entstehung der Arten“ veröffentlicht, gibt seine Evolutionstheorie einen weiteren Anstoß zu Spekulationen über Gemeinsamkeiten von Mensch und Affe.

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