Schulstreiks: Aktionen im ganzen Land


Am Freitag werden weltweit voraussichtlich mehrere Millionen Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gehen

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

In den Netzwerken der Fridays-For-Future-Schüler – hierzulande wie in vielen anderen Ländern – laufen die Drähte heiß. Am Freitag, dem 20. September, übermorgen also, soll es den bis dahin größten globalen Aktionstag geben. Eine beeindruckende Aktionskarte zeigt geplante Aktionen unter anderem auf Amrum, Sylt, Hallig Hooge, Pellworm, Helgoland, Fehmarn, Rügen, Norderney, Baltrum und Spiekeroog, also auf nahezu allen größeren deutschen Inseln.

In den großen Städten gibt es zum Teil mehrere Aktionen. In Berlin treffen sich die Schüler und zum Teil auch die erwachsenen Teilnehmer an verschiedenen Bezirksrathäusern, um dann gemeinsam zum Kanzleramt zu ziehen.

Dort will die Bundesregierung am Freitag ein Klimapaket verabschieden, von dem allerdings wenig zu erwarten ist. Der Bundesregierung geht es nur um ihr schon vor rund zehn Jahren definiertes Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 (rund 35 Prozent im Vergleich zum aktuellen Ausstoß) zu vermindern.

Das ist jedoch viel zu wenig, wenn das im Pariser Klimaübereinkommen verabredete Ziel, die Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken, tatsächlich erreicht werden soll. Dann müssten die Emissionen von derzeit 866 Millionen Tonnen jährlich bis 2030 im Vergleich zu heute eher um 60 Prozent abgesenkt werden. Das wären etwa 340 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zu den rund 550 Millionen Tonnen jährlich, die die Bundesregierung für 2030 anstrebt.

weiterlesen