Rechte Umweltpolitik Wenn Klima- zum Heimatschutz wird


Das Kohlekraftwerk Mehrum | Bildquelle: dpa

Während die AfD gegen Windkraft und für den Diesel kämpft, entdecken rechte Parteien in anderen EU-Staaten zunehmend den Klimaschutz. Sie versuchen, das Thema neu zu besetzen.

Patrick Gensing | tagesschau.de

Der Kampf gegen den „Klimawahnsinn“ hat die AfD als ein zentrales Politikfeld für sich entdeckt. Bei der Generaldebatte im Bundestag setzte Alice Weidel voll auf das Thema, sprach von „Klimaschutzwahn“, „Planwirtschaft“ und einer „grün-sozialistischen Ideologie“. „Vorgeblicher Klimaschutz“ sei ein „monströses“ Programm zur Deindustralisierung, behauptete Weidel – ohne zu erläutern, warum die Regierung angeblich Arbeitsplätze geplant vernichten wolle.

Der Fachjournalist Toralf Staud beschäftigt sich seit Jahren sowohl mit rechtsradikalen Parteien als auch Klimathemen. Er sagt, „Maßnahmen zum Klima- oder Umweltschutz greifen mittlerweile in den Alltag vieler Leute ein: Auf dem Land sieht man Windräder, in großen Städten gibt es Fahrverbote.“ Das will die AfD für sich nutzen. Ihre Grunderzählung dabei laute: „Die Elite will uns einfachen Leuten vorschreiben, wie wir leben sollen“, erklärt Staud.

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