Antizionismus ist Antisemitismus


„Nur Träumer können glauben, in Israel lebende Juden bräuchten keinen Schutz durch eigene Streitkräfte“, schreibt Alan Posener Quelle: Claudius Pflug/WELT

Die Labour Party will angeblich gegen die Judenfeindlichkeit in den eigenen Reihen kämpfen – aber weiterhin “eine politische Heimat für Antizionisten” sein. Beides zusammen geht nicht.

Alan Posener | WELT

Selten gibt eine politische Partei zu, dass ihre Mitglieder in Sachen Antisemitismus Nachhilfe brauchen. Das hat die britische Labour Party getan. Gut. Für Aufklärung in den eigenen Reihen soll eine Website mit Schulungsmaterialien sorgen. Auch gut.

Auf der Seite „No Place For Antisemitism“ findet sich eine Grundsatzerklärung. Darin steht viel Richtiges. In ihr heißt es aber auch: „Der Antizionismus ist nicht an sich antisemitisch, und einige Juden sind nicht Zionisten. Labour bietet eine politische Heimat für Zionisten und Antizionisten.“

Hm. Historisch war zwar der Antizionismus – die Ablehnung der Idee, dass die Juden einen eigenen Staat brauchen – nicht antisemitisch. Die meisten Juden, einschließlich der Mehrheit meiner Familie, fanden die Idee abstrus. Nach dem Holocaust und der Gründung des Staates Israel aber ist der Antizionismus abstrus. Ja, er ist antisemitisch.

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