10 Jahre Nudelsieb – „Pastafari“ Alm kämpft um Anerkennung


„Religion ja, Gemeinschaft nein“, so sieht das BVwG die „Pastafaris“ ©APA

Ein Führerscheinfoto mit Nudelsieb auf dem Kopf hat Niko Alm vor zehn Jahren zum internationalen Medienstar gemacht. Der Anhänger der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ setzte sich mit der Aktion für die Trennung von Religion und Staat ein. Im APA-Interview kündigte Alm eine Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen der fehlenden Anerkennung der Gemeinschaft an.

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„Es war von Anfang an politisch.“ Zwar gilt die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ gemeinhin als „Satire-Religion“, deren Anhänger, die „Pastafaris“, kämpfen jedoch überwiegend gegen eine Umstand: Die Bevorzugung gewisser Religionsgemeinschaften vor dem Staat. Da es in Österreich nur aus religiösen Gründen erlaubt ist, auf Lichtbildausweisen Kopfbedeckungen zu tragen, ging 2009 sein Nudelsieb-Foto überraschend durch.

Abgeholt hat er seinen Führerschein allerdings 2011, erzählt Alm, ein eigenes Auto besitzt er derzeit nicht. Und auch Probleme mit der Exekutive wegen des Nudelsiebs auf dem Führerschein blieben bisher aus: „Ich bin ja schon oft kontrolliert worden, aber es hat noch nie jemand irgendeine Bemerkung gemacht. Wahrscheinlich wissen es die Polizisten auch gar nicht und sehen es auch nicht. Es ist ja nicht so deutlich erkennbar, wenn man es nicht weiß.“

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