
Ein Bericht der „Bild am Sonntag“ beziffert, welches Ministerium Geld für Berater ausgegeben hat. Doch auch Kirchen und Kitas sind unter den Auftraggebern.
Thorsten Mumme | DER TAGESSPIEGEL
Bisher war es vor allem Ursula von der Leyen (CDU), die im Kreuzfeuer der Kritik stand, wenn es um Berater-Aufträge in Bundesministerien ging. Unter ihrer Leitung soll das Bundesverteidigungsministerium Beratern Stundensätze von bis zu 252 Euro gezahlt und auf diesem Wege insgesamt 155 Millionen ausgegeben haben. Erst durch diese Affäre wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, welche Summen große Beratungsunternehmen wie McKinsey oder KPMG von staatlichen Einrichtungen erhalten.
Ein Bericht der „Bild am Sonntag“ und von „Business Insider“ zeigt nun, wie viel allein das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) von öffentlichen Auftraggebern erhalten hat. Demnach sollen im aktuellen und abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 456 Millionen Euro für knapp 6000 Aufträge in Ministerien, Staatsunternehmen, Hochschulen, Kirchen, Parteien, Krankenhäuser, Flughäfen oder auch staatlichen Kitas bewilligt worden sein.