Pünktlich zum amerikanischen Wahlkampf lockert Facebook die Regeln für Politiker


Facebook hat seine Community-Regeln für Politikerinnen und Politiker angepasst. (Bild: Stephen Lam / Reuters)

Wer sich auf Facebook nicht an die Community-Regeln hält, dem droht die Sperrung seines Kontos. Für Politikerinnen und Politiker gilt dies jedoch nicht mehr. Alles erlauben dürfen sich die Mächtigen der Welt aber dennoch nicht.

Gian Andrea Marti | Neue Zürcher Zeitung

In den USA ist der Wahlkampf um die Präsidentschaftswahl 2020 in vollem Gange. Im 21. Jahrhundert treibt dieser seine Blüten zu grossen Teilen auf Social Media und das nicht immer auf rühmliche Weise. So forderte der amerikanische Präsident Donald Trump auf Twitter vier junge Abgeordnete der Demokraten jüngst dazu auf, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Dies, obwohl drei der vier Frauen gebürtige Amerikanerinnen sind.

Während Twitter dank neuen Nutzungsbestimmungen solch umstrittene Beiträge künftig als Regelverstoss markieren kann, hat Facebook nun die Regeln für Politiker mit Blick auf die amerikanische Präsidentschaftswahl gelockert. Die Community-Standards, welche unter anderem das Verbreiten von Hetze untersagen, gelten für sie nicht mehr. Das erklärte der ehemalige britische Politiker Nick Clegg, der seit einem Jahr als Kommunikationschef für Facebook arbeitet, am Dienstag in einer Rede am Atlantic Festival in Washington, D. C. Am Mittwoch legte Clegg mit einer Presseerklärung nach.

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