Theologe: Bischöfe sollten auf ein Viertel ihres Gehalts verzichten


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Kritik an der bisherigen Aufarbeitung des kirchlichen Missbrauchsskandals äußert der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller. In einem Interview forderte er die Bischöfe deshalb zu einem radikalen Schritt auf.

katholisch.de

Der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller hat die deutschen Bischöfe im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des kirchlichen Missbrauchsskandals dazu aufgefordert, künftig auf ein Viertel ihres Gehalts zu verzichten. Das Geld solle stattdessen einer Stiftung für Missbrauchsopfer zukommen, sagte Müller am Montag in einem Interview der Würzburger „Main-Post“. Die Bischöfe würden damit „endlich nachholen, was sie bisher versäumt haben“. Er erwarte ein Zeichen, dass deutlich mache, dass die Bischöfe nicht länger im alten Trott verharrten.

Kritik an der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals

Mit Blick auf die bisherige Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Kirche äußerte sich Müller ein Jahr nach der Vorstellung der kirchlichen Missbrauchsstudie kritisch. „Noch greifen die Maßnahmen nicht, auch weil die weitergehenden Konsequenzen, die sich aus der Missbrauchskrise ergeben, nicht gezogen werden“, so Müller.

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